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Herbstliches aus der Bräu-Küche: Kürbis-Schupfnudeln zum Nachkochen

Kürbis-Schupfnudeln mit Büffelmozzarella, Balsamico-Tomaten & eingelegtem Kürbis

Kürbis gehört für uns einfach zur Herbstküche dazu. Besonders gerne verwenden wir Hokkaido: Er bringt einen leicht nussigen Geschmack mit, lässt sich vielseitig verarbeiten und braucht nicht viel, um richtig gut zu schmecken.

Für dieses Gericht kommt der Kürbis gleich in mehreren Varianten auf den Teller. Als Basis für unsere selbst gemachten Schupfnudeln, süß-sauer eingelegt und kombiniert mit Balsamico-Tomaten, cremigem Büffelmozzarella und gerösteten Kürbiskernen.

Ein herbstliches Gericht aus unserer Bräu-Küche, das ein bisschen Zeit braucht, aber auch zu Hause sehr gut gelingt.

Für die Schupfnudeln garen wir den Hokkaido zunächst langsam im Ofen. Dabei wird das Fruchtfleisch weich und aromatisch und verliert gleichzeitig etwas Feuchtigkeit. Anschließend wird der Kürbis fein püriert und mit Olivenöl und Mehl zu einem weichen Teig verarbeitet.

Später kommen die gekochten Schupfnudeln noch einmal in die Pfanne und werden in brauner Butter geschwenkt. Genau die gibt dem Gericht seinen leicht nussigen Geschmack.

Dazu gibt es süß-sauer eingelegten Kürbis und Kirschtomaten, die kurz in einem Balsamico-Sud ziehen dürfen. Büffelmozzarella sorgt für die cremige Komponente und ein paar geröstete Kürbiskerne für den nötigen Biss.

Das Rezept für unsere Kürbis-Schupfnudeln

Für etwa 4 Personen

Für die Kürbis-Schupfnudeln

  • 1 Hokkaido-Kürbis, ca. 800–1.000 g
  • ca. 200–300 g Mehl
  • 1–2 EL Olivenöl
  • Salz

Die Mehlmenge ist bewusst nur ein Richtwert. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit der Kürbis enthält, braucht der Teig etwas mehr oder weniger davon.

Für den eingelegten Kürbis

  • ca. 200 g Hokkaido-Kürbis
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Essig
  • 150 ml Wasser

Für den Sud kann man sich ganz einfach unsere 1-2-3-Regel merken:

1 Teil Zucker – 2 Teile Essig – 3 Teile Wasser

Für die Balsamico-Tomaten

  • 250 g Kirschtomaten
  • ca. 100 ml Balsamico-Essig
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem

  • 2 Kugeln Büffelmozzarella
  • 50–60 g Kürbiskerne
  • ca. 80 g Butter
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

So werden die Kürbis-Schupfnudeln gemacht

  1. Hokkaido im Ofen garen

Den Hokkaido halbieren und das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen. Die Kürbishälften leicht salzen und auf ein Backblech setzen.

Bei 160 °C Umluft etwa 45 bis 50 Minuten garen, bis das Kürbisfleisch richtig weich ist.

Danach kurz auskühlen lassen und fein pürieren.

  1. Den Schupfnudel-Teig zubereiten

Das Kürbispüree mit dem Olivenöl vermengen. Nun nach und nach das Mehl einarbeiten, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht.

Hier lieber etwas vorsichtig mit dem Mehl sein. Wird zu viel davon eingearbeitet, werden die Schupfnudeln später schnell fest. Der Teig darf ruhig noch etwas weich sein, sollte sich auf einer bemehlten Arbeitsfläche aber gut formen lassen.

Den Teig etwa 15 bis 20 Minuten ruhen lassen.

Anschließend auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche lange, etwa daumendicke Rollen formen. Mit einem Teigschaber Stücke in der gewünschten Größe abstechen. Wer möchte, rollt sie mit der Hand noch leicht in die typische Schupfnudel-Form.

  1. Kürbis süß-sauer einlegen

Zucker, Essig und Wasser in einen kleinen Topf geben und aufkochen.

Den Hokkaido in kleine, möglichst dünne Stücke schneiden und in den kochenden Sud geben. Kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und im Sud ziehen lassen.

Nach etwa 20 bis 30 Minuten hat der Kürbis schon ordentlich Geschmack angenommen. Noch besser lässt er sich vorbereiten und etwas länger durchziehen.

  1. Balsamico-Tomaten zubereiten

Balsamico-Essig mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer in einen kleinen Topf geben und etwas reduzieren lassen.

Die Kirschtomaten dazugeben und einmal kurz aufkochen. Danach den Topf vom Herd nehmen und die Tomaten im Sud ziehen lassen.

Sie sollen das Aroma aufnehmen, aber möglichst nicht zerfallen.

  1. Kürbiskerne rösten

Die Kürbiskerne ohne zusätzliches Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze rösten.

Sobald sie leicht Farbe bekommen und anfangen zu duften, aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

  1. Schupfnudeln garen

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen.

Die Kürbis-Schupfnudeln portionsweise hineingeben und im leicht siedenden Wasser gar ziehen lassen. Sobald sie an die Wasseroberfläche steigen, noch ungefähr eine Minute ziehen lassen.

Mit einer Schaumkelle herausnehmen und gut abtropfen lassen.

  1. Braune Butter – und dann kommt alles zusammen

Die Butter in einer großen Pfanne langsam erhitzen, bis sie leicht braun wird und einen nussigen Duft bekommt.

Die gekochten Schupfnudeln hineingeben und in der braunen Butter schwenken.

Nun etwas vom eingelegten Kürbis und die Balsamico-Tomaten dazugeben und vorsichtig unterheben.

Den Büffelmozzarella mit den Händen in Stücke zupfen und erst ganz zum Schluss dazugeben. Nur noch kurz mit durchschwenken. Er darf leicht warm und cremig werden, sollte aber nicht komplett zerfließen.

Auf Tellern anrichten und die gerösteten Kürbiskerne darüberstreuen. Wer mag, gibt zum Schluss noch ein wenig von der braunen Butter oder etwas Balsamico-Sud darüber.

Ein Tipp aus unserer Küche

Bei den Schupfnudeln entscheidet vor allem die Konsistenz des Teiges.

Kürbisse enthalten unterschiedlich viel Wasser. Deshalb lässt sich die benötigte Mehlmenge nicht auf das Gramm genau festlegen. Das Mehl am besten nach und nach einarbeiten und aufhören, sobald sich der Teig gut formen lässt.

Auch der eingelegte Kürbis und die Balsamico-Tomaten lassen sich sehr gut vorbereiten. Das macht es später beim Anrichten deutlich entspannter.

Herbst auf dem Teller

Wir mögen an diesem Gericht besonders, dass aus recht einfachen Zutaten sehr unterschiedliche Aromen und Konsistenzen entstehen: weiche Kürbis-Schupfnudeln und braune Butter, etwas Säure von den Tomaten und dem eingelegten Kürbis, cremiger Büffelmozzarella und zum Schluss die gerösteten Kürbiskerne.

So darf Herbst für uns schmecken.

Und vielleicht landet ein kleines Stück Bräu-Küche damit demnächst auch bei Ihnen zu Hause auf dem Teller.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit aus dem Wellnesshotel Zum Bräu im Bayerischen Wald!

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